Münsterland Giro 2015

Start! Foto: www.blackrabbitimages.org

Start! Foto: www.blackrabbitimages.org

Es ist 7:10 Uhr als wir das Haus verlassen. Als ich die ersten Schritte in Richtung Straße mache, fühlen sich die vorhergesagten 7°C allerdings an wie -2°C. Ein Blick in den Himmel verspricht jedoch gutes Wetter und so soll das Thermometer an diesem 3. Oktober noch auf bis zu 20 °C klettern. Bis es soweit ist werden wir aber vermutlich längst unter der Dusche stehen.
Auf dem Rad in Richtung Treffpunkt bezweifle ich, dass meine 3 Lagen während des Rennens warm genug halten werden. Aber als ich einige andere aus dem Team in kurzer Hose sehe, legen sich meine Zweifel wieder.
Der am Abend vorher geschmiedete Plan war es, uns früh genug im Startblock einzureihen, damit wir weit genug vorne stehen um in den Genuss einer großen und schnellen Gruppe zu kommen, die uns dann hoffentlich bis in den Teutoburger Wald bringen kann. Am Start angekommen merken wir aber, dass wir in der Tat sehr früh vor Ort sind, da in unserem Startblock bis auf 2 Fahrer niemand sonst steht. Aber egal, hauptsache weit genug vorn. Jetzt heisst es 40 Minuten bis zum Start um 8 Uhr überbrücken und nicht zu sehr frieren. Wir starten mit 9 Fahrern in Block B, einen weiteren hat es leider in C verschlagen und einer will sein Glück in A versuchen.
Langsam füllen sich die Startblöcke, über die Lautsprecher tönt die Stimme des Moderators, der alle begrüßt, dazu mahnt das Rennen doch nicht zu ernst zu nehmen, im kleinen Gang zu starten und rücksichtsvoll zu fahren. Versteht sich natürlich von selbst. Ich wage 10 Minuten vor dem Start nochmal schnell den Gang auf die Toilette, schließlich hält etwas Bewegung ja auch warm. Der Geruch von Dixieklos am frühen morgen wirkt allerdings etwas ernüchternd. Aber egal, gleich wartet ein großartiges Rennen auf uns. Zurück im Startblock macht sich nun die Anspannung bemerkbar. Die letzten Beinlinge, Jacken und Handschuhe werden an Henning und Christian gereicht, die wegen Krankheit leider nicht mitfahren können, sich aber dennoch bereit erklärt haben, uns die Sachen vom Start abzunehmen. Sehr nett! Dann geht vor uns Block A auf die Strecke. Wir werden aufgefordert bis zum Startbogen vorzurollen. Dann noch 30 Sekunden bis zum Startschuss. Nochmal kurz alles checken, den Trikotreißverschluss bis oben ziehen und Strava auf dem Smartphone starten.

Zurück in der Gruppe. Foto: www.blackrabbitimages.org

Zurück in der Gruppe. Foto: www.blackrabbitimages.org

Dann der Startschuss! Den Plan jetzt die schnelle Gruppe zu finden haben anscheinend nicht nur wir und so geht es mit guten 40 km/h auf den ersten Metern los. Jetzt gilt es, möglichst viel im Windschatten zu fahren um nicht zuviel Kraft am Anfang zu lassen. Auf dem engen Stadtkurs bildet sich so ein langes Feld und ich muss ordenlich in die Pedale treten um den Anschluss zu behalten. Auf dem Schiffahrter Damm angekommen versuche ich wieder bis möglichst zu Spitze der Gruppe aufzuschließen. Das ist bei dem Tempo gar nicht so einfach. Ich bin jetzt schon völlig außer Atem und muss eine Lücke allein zufahren. Dann sind wir wieder am Hauptfeld, welches mit guten 45 km/h unterwegs ist. Während wir mehrere FahrerInnen aus Block A überholen, schließen wir kurze Zeit später auch zur Spitzengruppe aus Block A auf. Verrückt! Nach den Kurven hält die Spitze das Tempo weiter sehr hoch und ich verliere ein weiteres Mal den Anschluss. Es fällt langsam schwerer den Abstand wieder aufzuholen, doch ich schaffe es erneut. Auf den kleinen Wegen gen Teuto staut sich das Feld und es wird zunehmend enger, so dass wir einige Male abrupt bremsen müssen.
Dann erreichen wir Lengerich und am ersten Anstieg, dem Lengericher Osning, trennt sich die Spreu vom Weizen. Dank meiner vorigen Anstrengungen habe ich hier auch schon etwas zu kämpfen. Oben angekommen fehlt mir die Kraft in der Abfahrt wieder voll mitzutreten um den Anschluss zu finden und so falle ich aus der stärkeren Gruppe heraus. Gar nicht gut. Dann folgen einige weitere kleine Hügel, die sich nun immer mehr in meinen Beinen bemerkbar machen. Dabei hatte ich doch die letzten Tage fast ausschließlich von Nudeln gelebt! Schnell nochmal ein Gel vor dem letzten Anstieg in Tecklenburg, der mir nun im Vergleich zu meinen Trainingsfahrten doppelt so steil vorkommt. Puh. Es geht nur langsam voran und es fühlt sich gar nicht gut an von anderen am „Berg“ überholt zu werden. Oben angekommen, geht es steil bergab. Zum Glück kenne ich die Strecke gut und kann auf der Abfahrt einige Plätze gut machen. Aber leider ist keine starke Gruppe in Aussicht und so sammeln sich nun alle denen es ähnlich wie mir geht. Mit ca. 10 FahrerInnen gilt es nun die letzten 50 km bis zum Ziel in Münster zu absolvieren. Mir schwant nichts gutes. Jedoch scheinen alle aus Block A zu sein und so gebe ich die Hoffnung nicht auf. Mit einem Schnitt um die 35 km/h geht es unbeirrt weiter. Einige scheinen noch nicht vollkommen am Ende zu sein und fahren länger im Wind. Wir wechseln, doch ich kann das Tempo an der Spitze aber nicht allzu lange halten und lasse mich bald wieder zurückfallen. Unser Versuch im belgischen Kreise zu fahren funktioniert für einen kurzen Moment, scheitert aber an den weniger Wechselwilligen. Schnell noch ein letztes Gel mit Wasser heruntergespült. Als ich mich umschaue, scheint die Gruppe noch um ein paar FahrerInnen gewachsen zu sein. Aber die Initiative, jetzt Führungsarbeit im Wind zu leisten scheint dennoch niemand übernehmen zu wollen. Ab und an habe ich das Gefühl nicht mehr mithalten zu können, aber irgendwie schaffe ich es doch dranzubleiben. Dann ist in der Ferne eine Gruppe vor uns zu erkennen. Langsam erhöht sich das Tempo und es wird häufiger gewechselt mit dem Ziel aufzuschließen. Mit Mühe und Not erreichen wir die Gruppe und kommen in den Genuß des Windschattens. Endlich ein wenig verschnaufen. Dann geht es auch schon auf die Grevener Straße, auf der wir die letzten Kilometer bis Münster absolvieren. Die Straße ist sehr breit und das Feld wird nun immer schneller. Ich treffe Armin aus dem Team wieder und mit vereinten Kräften machen wir nochmal ein paar Positionen gut, bis wir das Ortsschild passieren. Noch gut einen Kilometer vor dem Ziel und die ersten Sprints beginnen. Ich versuche mitzuhalten, aber merke wie die Milchsäure in meinen Oberschenkeln zu schmerzen beginnt. Die Gruppe wird zunehmend unruhiger. Jetzt bloß die Hände an den Bremsen lassen und volle Konzentration, um möglichen Stürzen ausweichen zu können. Auf den letzten 300 Metern ist das Gejubel der Zuschauer zu hören. Ich beiße die Zähne zusammen und gebe trotz brennender Beine nochmal alles. Dann endlich die Ziellinie. Puh! Was für ein Rennen!

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Ein Blick auf Strava sagt mir, dass ich immerhin noch mit einem respektablen 38,5 er Schnitt unterwegs war. Insgesamt lande ich auf Platz 305. Unsere Teams belegen die Plätze 11, 17 und 36 von 130 Teams. Kai fährt auf einen sensationellen 54. Platz.
Insgesamt ein Saisonabschluß der sich sehen lassen kann!

Marc

Hamburg Cyclassics 2015

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Platz 11 in der Teamwertung bei dem Hamburg Cyclassics!

Hier findet ihr den Rennbericht von Christian:
Für mich fing das Wochenende schon einmal klasse an, stand doch das gemeinsame Carboloading auf St. Pauli an, nachdem ich gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt war.
Also erst mal gemeinsam lecker vegan essen und ein paar Dinge besprechen. Ergebnis: Wir beschlossen, gemeinsam beim schlechtplaziertesten zu starten, also aus Startblock I!
Am nächsten Morgen war also früh aufstehen angesagt. Frühstücken, die letzten Vorbereitungen treffen und auf zum Startbereich.
Unsere Taktik: zusammen und direkt nach vorne fahren, um eine schnelle Gruppe zu finden und aus dem Getümmel herauszukommen.
Nach ein paar Kilometern die Köhlbrandbrücke:
Derjenige mit jeder Menge Bergerfahrung in den Beinen, führte uns mit gehörigem Tempo an, dass mir die Beine zum ersten Mal während dieses Rennens brannten. Aber alles gut, vorbei an den Langsameren und um uns herum konnten wir bereits die ersten Starter aus dem vorherigem Startblock ausmachen. Das war gut, konnten wir uns doch in eine schnelle Gruppe mit einreihen.
Ganz haben wir es nicht geschafft zusammenzubleiben – vier von uns waren jedoch nicht weit voneinander entfernt, und das, obwohl ich kurzzeitig von einem Gruppensturz aufgehalten, ganz zum Stehen gekommen war.
Überhaupt gab es relativ viele Stürze, die ich mit bekommen habe.
Also zurück auf die Strecke und weiter. Versuchen an die Gruppe wieder heran zu kommen. Mit einer Hand voll Leuten gemeinsam eine Weile alles gegeben und mit dem Erreichen der verlorenen Gruppe belohnt worden.
Danach war für mich eigentlich nur normales Renngeschehen angesagt. Noch einmal über die Köhlbrandbrücke, versuchen möglichst viel Zeit gut zu machen, ZIeleinlauf, Zielsprint an tausenden Zuschauern vorbei, Tunnelblick, noch mal alles, wirklich alles, geben und dann zitternd zum Stehen kommen.
Insgesamt ein tolles Rennen, auch wenn ich nach dem ersten Gruppensturz ein wenig verunsichert und wohl etwas streng zu meinen Mitfahrern war. Größtenteils war es eben doch ein faires und solidarisches Rennen.
Belohnt wurde das Team mit einem wunderschönen 11. Platz.
Danke an alle, die dabei waren!

René bei den uckermärkischen Meisterschaften in Passow-Schönow

reneAm Sonntag sollte ja eigentlich die Bremen Challenge stattfinden, doch die wurde wegen Scherereien des Veranstalters mit der Stadt Bremen abgesagt. Ersatzweise bin ich bei den Uckermärkischen Meisterschaften in Passow-Schönow am Start gewesen. Etwa eineinhalb Stunden von Berlin entfernt waren knapp 130 Fahrerinnen und Fahrer am Start, vornehmlich aus Berlin. Die Strecke war etwas unter 70 Kilometer lang und mit einigen kurzen, fiesen Anstiegen gespickt, was mir ganz gut liegt. Ich hatte trotzdem überlegt, ob ich überhaupt starten sollte, weil ich mich in den Tagen davor nicht gut gefühlt habe, aber wenn man schon das Startgeld bezahlt hat… Also um fünf Uhr morgens raus, mit dem Mietwagen in die ostdeutsche Provinz und ab dafür. Es war warm und wahnsinnig schwül, schon beim warmfahren habe ich kaum Luft bekommen und hatte Gummibeine, aber ich habe trotzdem gehofft, lange im Feld mitschwimmen zu können. Der Start war neutralisiert, am ersten Anstieg wurde das Rennen freigegeben, und ich kam besser mit als erwartet. Allerdings sind viele Fahrer vogelwild durch die Gegend geballert, haben in Kurven die Linie nicht gehalten. Als selbst in der Abfahrt bei 60 Km/h haufenweise Idioten meine Fahrlinie geschnitten haben, habe ich nur noch gehofft, dass es nicht knallt, man selbst konnte eigentlich nichts dafür tun. Die ersten zehn Kilometer waren deshalb sehr stressig, und dann kam es, wie es kommen musste. In einem Anstieg (!!) bei etwa 20 Km/h gabe es vor mir einen Sturz. Ich wurde zwar nicht direkt darin verwickelt, aber ich musste einigen Gefallenen ausweichen, und kurz anhalten. Prompt war eine Lücke zum Feld aufgerissen. Ich habe erst allein versucht, wieder Anschuss zu finden, dann kamen einige schnelle Jungs von hinten, aber wir haben es nicht gepackt. Nach 15 Kilometern war dann also bereits jede Hoffnung auf ein gutes Rennen dahin, und ich war stocksauer auf die blöden Heinis, die den Sturz verursacht hatten. So hatte ich schwere Motivationsprobleme und bin einfach allein gerollt, bis eine gute Gruppe von hinten kam, mit der ich bis ins Ziel zusammen geblieben bin. Für das Foto habe ich immerhin noch ein Lächeln hinbekommen… Trotzdem ein gebrauchter Tag. Im Ziel habe ich einen Sanitäter angesprochen, ob es viele Stürze gegeben habe, was er bestätigte. Ich habe noch nie so ein undiszipliniertes Feld erlebt. Da ist einem am Ende die Platzierung wurscht, ich habe nicht mal auf die Ergebnisliste geschaut. Hauptsache alles heil geblieben 🙂

Das 9. Wegberger Grenzland-Rennen

kr2So, nun war es endlich soweit – mein erstes Rennen im ROC-Teamtrikot! Gestartet bin ich am vergangenen Sonntag beim 9. Wegberger Grenzland-Rennen.

Wegberg liegt in der Nähe von Mönchengladbach und wurde in den 40er und 50er Jahren durch die Auto- und Motorradrennen auf dem Grenzlandring bekannt. Bis zu 300.000 Menschen verfolgten damals die Rennen. Nach einen schweren Rennunfall 1952, bei dem 13 Menschen verstarben, wurden die Rennen vom Innenminister verboten.

krAber auch aus radsportlicher Sicht hat der Grenzlandring von sich Reden gemacht. Mehrere Geschwindigkeitsrekorde wurden durch Steher-Radfahrer aufgestellt. Unter anderem wurde 1950 eine Rekordgeschwindigkeit von 154,506 km/h über einer Strecke von 1 km erzielt.

Aber nun zu meinem Rennen am letzten Sonntag. Knapp 40 Radsportler (Hobbyklasse) bestritten das Rennen, wobei insgesamt 12 Runden im Rahmen des Kriteriums zu bewältigen waren (Gesamtstrecke 26,4 km). Von Anfang an wurde ein sehr hohes Tempo gefahren. Besonders das Team Deutsche Kinderkrebsstiftung zeigte sich ambitioniert, da sie den Vorjahressieg verteidigen wollten. Nach und nach vielen die ersten Rennfahrer aus der Hauptfeld. Auch ich konnte nach der 3. Runde den Anschluss nicht mehr halten. Zu Dritt nahmen wir die Verfolgung auf – vergebens. Schlussendlich konnte der Vorjahressieger den erneuten Sieg einfahren, ich kam im hinteren Drittel an.

kr3Trotz allem hat sich der Ausflug nach Wegberg gelohnt, bin ich in der Stadt doch groß geworden. Das Rennen selbst war prima organisiert und die Teilnahme für „eine schmale Mark“ möglich.

Kommendes Wochenende heißt es nun Vollgas geben beim Sparkassen-Giro im Bochum. Voraussichtlich am 16.8. werde ich mein nächstes Kriterium fahren, diesmal beim „Großen Preis von Nettetal“.

Vegane Grüße,
Max

L’Étape du Tour 2015

L’Étape du Tour-Eine seit 1993 stattfindende Veranstaltung die es ermöglicht Amateuren eine der Tour de France Etappen nachzufahren. Offizielle Seite der Veranstalltung.

Dieses Jahr nahmen vier Angehörige des ROC-Vegan Cycling Teams die Herausforderung an und starteten auf der 2015er 19. Etappe der Tour. Die Anreise war für die Meisten am Freitag den 17.7. Wobei Timo, der aus Hannover mit dem Rad anreiste, schon einen Tag früher dort war und im Vorfeld einige organisatorische Dinge erledigen konnte. Unsere Unterkunft lag in Longchamp 1650 einem Winter- und Bergsportgebiet in den Bergen

 

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Um ein Gespür für die dortige Bergwelt und zum aufwärmen machte das Team am Samstag den 18.7. eine kleine Spritztour und erklomm den Col de la Madeleine L’Étape Du Tour -Prologue-. Da die Franzosen radsportverrückt sind und es immer was zu erzählen gibt wenn man von weiter wegkommt schlossen wir Freundschaft mit einem Radsportler der uns auf den Col de Madeleine begleitete.

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Nachmittags holten wir noch unsere Startunterlagen ab und deckten uns im Supermarkt mit allerlei veganischen Sachen ein um unsere Energiespeicher zu füllen.

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Die Strecke lag in den  savoyer Alpen und startete in Saint-Jean-de Maurienne, einem Ort auf etwa 550 Höhenmeter gelegen. Der Kurs führte über vier Alpenpässe Col du Chaussy, Col du Glandon, Col de la Croix de fer, Col du Mollard  und endete in La Toussouire auf 1705 Höhenmeter. Insgesamt hatte die Strecke 138 Kilometer und  fast 5000 Höhenmeter. Die durchschnittliche Steigung betrug etwa 8 Prozent wobei auch Passagen mit weit über 10 Prozent dabei waren L’Étape Du Tour bei Strava

 

Insgesamt starteten knapp 15.000 Teilnehmer unterschiedlichen Alters aus vielen verschiedenen europäischen und außereuropäischen Ländern. Ins Ziel kamen offiziell 9877 darunter auch das vierköpfige ROC-Team die die Strecke in beachtlichen Zeiten bewältigten.

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Von links: Christian (Amsterdam), Henning (Wiesbaden), Felix (Schwarzwald), Timo (Hannover)

 

Ein Bericht über Menschen die sich treffen um Rad zu fahren…

Zimmer Nummer 11, gleich nebenan, der Axel und der Micha wohnen hier über das verlängerte Pfingstwochenende. In der 12 haben Felix und Henning Einzug gehalten und den Flur entlang wohnen Marc und Armin. Direkt daneben Christian und Dimi. In der oberen Etage der Veganen Bergpension in Schulenberg im Oberharz hat sich Andreas einquartiert.

Tag 1: Es ist Freitag der 22. Mai und die Stimmung beim Frühstück ist entspannt und gut. Der Tisch ist reichlich gedeckt und somit hat niemand ein Problem, sich mit einer ordentlichen Grundlage für die anstehende Tour zu versorgen.
Knapp 100km mit rund 1700hm stehen für auf dem Programm. Die Strecke führt uns in Richtung Goslar, Langelsheim, Seesen und über Badenhausen nach Osterode in Harz. Von dort geht es weiter nach Clausthal-Zellerfeld und zurück nach Schulenberg. Keine zu starken Steigungen aber zügigen Abfahrten waren die Merkmale der Tour und so konnte jeder gut einrollen für die Dinge die da noch kommen mögen.
Alle haben die erste Runde gut weggesteckt und dementsprechend gut gelaunt freut man sich auf das Abendessen. Björn von der Bergpension hat uns eine super vegane Bolognese Sauce zu den Spaghetti gezaubert und jeder von uns kann so ordentlich carboloading betreiben.
Mittlerweile sind auch die restlichen Teammitglieder eingetroffen. Kate und Sonja beziehen die obere Etage, Christian und Dimi ein Zimmer im Erdgeschoss auf unserem Flur. Michael wird von Armin und Marc im einzigen 3-Bett Zimmer aufgenommen.

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Tag 2: Der Brocken ruft!
Wir sind vollzählig und lassen uns das Frühstück schmecken, es wird über die anstehende Tour spekuliert und die richtige Kleidung ab gewägt. Schließlich stehen alle im Teamdress zur Abfahrt bereit und nach kurzem Fotoshooting sitzen wir im Sattel.
Die Route geht über Clausthal-Zellerfeld, Altenau und Braunlage in Richtung Brocken. Ab dem kleinen Örtchen Elend beginnt der circa 15km lange Aufstieg welcher über Schierke stetig bergauf dem Gipfel entgegen führt.
Kate, Christian und Marc gönnen sich in Schierke eine etwas längere Kaffeepause und der Rest kurbelt sich währenddessen immer weiter bergauf. Der erste Teil ist relativ flach und führt uns langsam mit rund 5 % über einige Kehren rauf in Richtung Gipfel. Wir überholen Pferdekutschen und Wanderer und überqueren auch zweimal die Schmalspurschienen der Brockenbahn. Spätestens ab der Bahnstation unterhalb des Gipfels haben wir eine Menge Begleiter, denn ab hier gibt es nur eine Straße bis zum ganz nach oben, die wir uns mit Wanderern und Mountain Bikern teilen müssen. Die zwei Kehren mit teilweise bis zu 18% Steigung, die auf den letzten 1,5km zur Spitze liegen halten uns jedoch nicht mehr auf und somit dürfen wir kurze Zeit später für ein Gruppenfoto auf dem Gipfel posen. Vom Kaffeedurst getrieben starten wir nach kurzer Pause die Abfahrt in Richtung Schierke um dort wieder Kate, Christian und Marc zu treffen. Der Heimweg geht über Wernigerode, Ilsenburg und Stapelburg gen Goslar und letztendlich nach Schulenberg. Eine schöne Tour von 130km und 2400hm liegt hinter und das Abendessen vor uns…. Aber erst mal heiß duschen, denn auf den letzten 10km kam ordentlich Regen runter.
Wir lassen den Tag locker ausklingen und nach einem ausgiebigen Abendessen, es gab Gemüse und Risotto, schauen wir noch zusammen eine Tour de France-Doku.

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Tag 3: Die Gruppe teilt sich auf
Die Tour zum Brocken hängt allen in den Beinen, teilweise mehr, teilweise weniger. Wir beschließen uns aufzuteilen. Eine Gruppe mit Kate, Sonja, Christian, Andreas, Axel und Marc sowie Dimi und Markus begibt sich auf eine ca. 80km Tour mit um die 1000hm. Armin Felix und Henning haben 115km und 1700hm auf der Karte. Beide Runden laufen gut und alle Radler kommen bei toller Streckenführung über kleinere Berge und durch schöne Orte gewohnt hungrig wieder in Schulenberg an.
Es ist später Nachmittag und das Reichhaltige Kuchenangebot sowie der Kaffee in der Pension kommen uns allen sehr recht. Es wird gechillt und sich unterhalten, der Technik-Talk über unser Equipment darf ja auch nicht fehlen. Um die Beine locker zu bekommen wird von einigen noch ein Waldspaziergang unternommen. Zum Abendessen gibt es Nudeln in einer sehr leckeren Spinat-Gorgonzola Sauce und Salat.

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Tag 4: Alles hat ein Ende….
Das Frühstück ist gewohnt üppig und alle schlemmen ein letztes Mal ausgiebig. Es ist der Abreisetag und die Gruppe muss sich somit leider trennen. Nach der ersten Mahlzeit des Tages heißt es also für die Teammitglieder die eine weite Reise vor sich haben Koffer packen. Doch nicht alle reisen gegen Mittag ab, denn Sonja, Christian, Axel und Andreas sowie Markus wollen noch eine 35er Runde drehen um ihre Zeit hier im Harz noch etwas zu verlängern. Doch gegen frühen Abend sind alle Roots of Compassion-Leute weg, die Gegend um Schulenberg also wieder sicher zu betreten.
Alles in Allem können wir auf ein tolles Wochenende und schöne Touren mit ordentlichen Kilometer- und Höhenmeterwerten zurückblicken. Die Verpflegung in der Bergpension war super und die Landschaft um den Brocken herum sowieso.

Bis bald und Kette rechts,
Das Roots of Compassion vegan cycling team